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: Doris Schade in: Marieluise. Die Rückseite der Rechnungen von Kerstin Specht
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 Hörprobe 2

 

Hörstück nach der Inszenierung von Regina Wenig, Münchner Kammerspiele 2001


Sprache: Doris Schade

Bassklarinette, Klarinette, Sopransaxofon, Perc.: Martin Fredebeul

Violoncello: Barbara Mader

Musik: Martin Fredebeul, Matthias Kratzenstein, Daniel Wüthrich

Fotografie: Christoph Widmoser

Realisation: Matthias Kratzenstein, Daniel Wüthrich
Gesamtlaufzeit: ca. 53 Min., 1 CD

Digipak mit 12-seitigem Booklet, inkl. Erzählung "Der Apfel" von Marieluise Fleißer
Produktion: sprechtheater, Zürich 2007


sprechtheater 012– März 2007
CHF 21,00 / € (D) 16,80 / € (A) 17,30
ISBN 978-3-907877-11-1

 

Zum 100. Geburtstag Marieluise Fleißers beauftragte die Stadt Ingolstadt die Münchner Dramatikerin Kerstin Specht, ein Stück über deren Leben zu schreiben. "Marieluise" wurde am 22. November 2001 im Theater Ingolstadt uraufgeführt. Aus dem Material dieses Stücks und der Beschäftigung mit dem Leben der Fleißer entwickelte Kerstin Specht parallel den fiktiven Monolog "Die Rückseite der Rechnungen", den Doris Schade erstmals am 23. November 2001 und bis zur Spielzeit 2003/04 über 40 Mal an den Münchner Kammerspielen spielte.

Im November 2006 las und spielte sie den Monolog erneut im Studio in Zürich.

Die alte Fleißer erinnert sich darin ihres Lebens:

An die Zeit im streng katholischen Internat, den frühen Tod der Mutter und die lebenslange Autorität des Vaters, an die ersten Studienjahre in München, die Begegnung mit Brecht, der sie zum Schreiben animiert, was zu einer Berliner Skandal-Inszenierung ihres zweiten Stücks "Pioniere in Ingolstadt" führt und im Dritten Reich mit Aufführungsverbot endet. Ein Leben, das von der vergeblichen Liebe zu Brecht und der glücklosen Ehe mit dem Jugendfreund und Tabakwarenhändler Haindl geprägt ist und sie für ein halbes Jahr in die Nervenheilanstalt bringt, bevor sie für die Nazis in Zwangsarbeit Kriegswaffen prüfen muss. Beinahe hätte sie vergessen, dass sie eine Dichterin ist, ehe ihr im Alter Söhne geschenkt werden, die sich ihrer wieder erinnern ...

(Aus der Programmankündigung der Münchner Kammerspiele)

 

"Ein schöneres Denkmal als diese CD lässt sich für Marieluise Fleißer nicht denken." (Peter Müller, Tages-Anzeiger)

"Das außergewöhnliche Hörkunstwerk ist intensiv gespielt, virtuos aufgenommen und in einen sinn- und stimmungsvollen Resonazraum gebracht: sprechtheater und Hörstück auf höchstem Niveau."

(Christian Kosfeld, WDR 5)

"Beeindruckend ist die schauspielerische Leistung der 83-jährigen Doris Schade, die die Fleißer mit viel Witz spricht, scheinbar naiv, und mit einer leisen Traurigkeit." (Tobias Lehmkuhl, NDR Kultur)

 

Doris Schade

geboren 1924, begann während der Schulzeit mit dem privaten Schauspielstudium und schloß Abitur und Bühnenreife gleichzeitig ab. Nach Engagements u.a. in Bremen, Nürnberg und Frankfurt, gastierte sie  ab 1956 in Mannheim, Stuttgart, Darmstadt, Köln, Düsseldorf und am Burgtheater Wien. Ab 1962 war sie an den Münchner Kammerspielen fest engagiert und spielte als erste Rolle die Desdemona im "Othello" mit Rolf Boysen unter der Regie von Fritz Kortner. Nach einem fünfjährigen Engagement am Hamburger Schauspielhaus unter Ivan Nagel (1972-77), wo sie zum ersten Mal mit Regisseuren wie Claus Peymann und Luc Bondy arbeitete, kehrte sie fest ins Ensemble der Münchner Kammerspiele zurück und spielte seitdem unter Regisseuren wie Ernst Wendt, Dieter Dorn, Harald Clemen, George Tabori, Peter Zadek, Franz Xaver Kroetz, Christian Stückl und Jens-Daniel Herzog.
Neben ihrer Theaterarbeit hat sie immer wieder vor der Kamera für Kino- und Fernsehfilme gestanden, z.B. in Filmen von Margarethe von Trotta,  Rainer Werner Fassbinder, in "Jenseits der Stille" von Caroline Link und auch in der Rolle der „Oma Slättberg“ in "Die wilden Hühner" (Regie: Vivian Naefe). Die Fortsetzung "Die wilden Hühner 2" kam im März 2007 in die Kinos.

Doris Schade ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 1986 den Gertrud-Eysoldt-Ring als beste deutschsprachige Schauspielerin, 1993 das Bundesverdienstkreuz am Band, 1999 den Bayerischen Maximilians-Orden für Wissenschaft und Kunst. 2002 überreichte ihr der Bayerische Ministerpräsident den bayerischen Theaterpreis für ihr Lebenswerk und der Oberbürgermeister der Stadt München die Medaille in Gold "München leuchtet".

Doris Schade lebt in München.

Kerstin Specht

geboren 1956 in Kronach, studierte Germanistik, nahm später Schauspielunterricht, arbeitete als Regieassistentin beim Bayerischen Rundfunk und begann nach einem weiteren Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film, Theaterstücke zu schreiben. Ihre literarische Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, u.a. mit dem Marieluise-Fleißer-Preis 2005. Kerstin Specht lebt in München.


Regina Wenig

geboren 1972 in Zwiesel, Bayer. Wald, studierte in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft. Seit 2001 arbeitet sie als Regisseurin für Theater und Performance. Im November 2001 inszenierte sie die Uraufführung des Monologs „Die Rückseite der Rechnungen“ mit Doris Schade an den Münchner Kammerspielen.

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