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: Armin Rohde in: Oedipus von Sophokles / Friedrich Hölderlin

 

Hörprobe 1
   

 

Hörstück nach der Inszenierung von Dieter Hacker, Schauspielhaus Bochum 1992

Sprache:Armin Rohde

Textfassung: Dieter Hacker

Fotografie: Jens van Zoest, Dieter Hacker

Sounddesign, Musik: Manu Gerber
Musik, Realisation: Matthias Kratzenstein, Daniel Wüthrich

Gesamtlaufzeit:ca. 80 Min., 1 CD, Digipak
Produktion: sprechtheater, Zürich 2006

sprechtheater 010– Juni 2006
CHF 21,00 / € (D) 16,80 / € (A) 17,30
ISBN 978-3-907877-09-8

 

Der Bochumer OEDIPUS wurde zwischen 1992 und 1994 über 60 Mal auf der Kellerbühne des Schauspielhauses aufgeführt. Armin Rohde spielte einen Maler in seinem Atelier, der den Oedipus-Text zu verstehen und in seine Arbeit umzusetzen versucht. Diesen Aneignungsprozess vollzog er u.a. durch experimentelle Identifikation mit den unterschiedlichen Rollen. 14 Jahre nach der Bühnenpremiere und über 10 Jahre nach dem Ende seines festen Engagements begegnet Armin Rohde erneut seinem "OEDIPUS".

 

"... Was geblieben ist, ist die Nüchternheit und bohrende Akribie, mit der sich Rohde der Hölderlin´schen Sprache nähert: Selbst im Pathos der schmerzlichsten Selbsterkenntnis bleiben die Klagerufe des Oedipus kontrolliert, nachgerade sachlich. Rohde vertraut ganz auf die Kraft der Worte, und so hat er es glücklicherweise nicht nötig, die einzelnen Rollen durch affektierte stimmliche Marotten zu charakterisieren - allein die Spracharbeit, die Anverwandlung des Gesagten, lässt die einzelnen Figuren deutlich genug hervortreten. Eine kleine Hilfestellung für den Hörer hat das sprechtheater-Team denn aber doch erdacht: Anstelle eines Bühnenbildes tritt in der Aufnahme eine pulsierende Soundlandschaft (von Manu Gerber, Matthias Kratzenstein und Daniel Wüthrich ingeniös entworfen), die sich dezent im Hintergrund hält, die jedoch Rohdes Stimme jederzeit auszuleuchten und zu positionieren weiß. ...  Auf diese Weise wird so ein atmosphärischer Klangraum geschaffen, in dem sich das Sprachkunstwerk ungehindert entfalten kann."

Wolfgang Behrens, Theater der Zeit 11/2006

"Der sprechtheater-Oedipus bleibt eine gelungene wie quälende Suche nach Schuld und Wahrheit." WDR 3

"Man weiß alles und wartet doch 80 Minuten lang gebannt auf die Auflösung des tragischen Falls."

Stuttgarter Nachrichten, 15.07.2006

"Armin Rohde, einer der wandlungsfähigsten deutschen Charakterdarsteller, hat den Oedipus in der ungewöhnlichen Solo-Inszenierung schon viele Male auf die Bühne gebracht. Dennoch ist beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit und Überzeugungskraft er zwischen den verschiedenen Rollen hin- und herwechselt. ... Diskrete und wirkungsvolle Unterstützung erhält Rohde durch Klangeffekte und Musik - eine eindrucksvolle und packende Aufbereitung des über 2400 Jahre alten Stoffes." B2 Radio, Hörbuchmagazin 15-5, 24.09.2006

"Dank Klang- und Raumhalleffekten ist er Oedipus, blinder Seher, Priester und Chor - geradezu virtuos, spannend und auch anrührend gestaltet Rohde diesen schwierigen Part." Schwäbische Zeitung, 18.10.2006

 

Armin Rohde, geb. 1955, Schauspielausbildung an der Essener Folkwang-Schule und Clownausbildung bei Pierre Byland. Nach einem Engagement am Stadttheater Bielefeld von 1984 bis 1986 war Rohde bis 1995 am Schauspielhaus Bochum tätig. Seit 1991 wirkte er in zahlreichen Kinoproduktionen mit. Für seine Leistungen als bester Charakterschauspieler in Filmen wie „Der bewegte Mann" (1994) und „St. Pauli Nacht" (1998) von Sönke Wortmann, „Das Leben ist eine Baustelle" von Wolfgang Becker (1996) und „Rossini oder Die mörderische Frage, wer mit wem schlief" von Helmut Dietl (1996) wurde Armin Rohde 2000 mit der „Goldenen Kamera“ ausgezeichnet. Nach zahlreichen Fernsehfilmen wie „Gefährliche Freundin" von Hermine Huntgeburth (1996), „Das Gelbe vom Ei" von Lars Becker (1998), „Kein Weg zurück" von Volker Vogeler (1999) und der „Pommery"-Reihe des ZDF von Manfred Stelzer (2002, 2004) sorgte er 2003 mit „Das Wunder von Lengede" für Furore. Für diese Rolle erhielt er 2003 den „Bambi“ als „Bester Darsteller" sowie im darauffolgenden Jahr den „Grimme-Preis". Zuletzt sah man ihm im Kino in der Titelrolle von Gernot Rolls Neuverfilmung des „Räuber Hotzenplotz“.

Dieter Hacker, geb. 1942, Maler und Bildhauer, Professor an der Universität der Künste Berlin. Arbeiten für das Theater seit 1986 als Regisseur, Bühnen- und Kostümbildner u.a. an der Schaubühne am Lehniner Platz Berlin, Schauspielhaus Bochum und Burgtheater / Akademietheater Wien.

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